Hallo lieber Leser! Schön dass Du da bist, denn die folgenden Zeilen zählen zu den wichtigsten, die ich wahrscheinlich jemals geschrieben habe. Ich schließe natürlich mal die paar Liebesbriefe aus, die ich im Laufe der Jahre ganz besonderen Menschen gewidmet habe. Im Grunde ist es aber genau das! Ein Liebesbrief von Techno am See an seine Familie…

Das letzte Jahr war mit Sicherheit kein einfaches. Angefangen hat alles mit dem Hype rund um ein Wording, dass für Tausende Zusagen auf Facebook gesorgt hat. Ein Trend kann aber ebenso schnell wieder verschwinden, wie das Cheesy Eis, das irgendwie jeder zurückwollte, aber so wirklich gekauft hat es dann doch keiner mehr. Dessen war ich mir von Anfang an bewusst, weshalb ich stets bemüht war ein Stammpublikum rund um den Anker aufzubauen. Man sollte es so betrachten wie ein Kind, das zum ersten Mal das Licht der Welt erblickt. Erst lernt es das Krabbeln, dann wie man geht und bevor es überhaupt die erste Silbe aus dem Mund bringt, wird es oft auf die Nase fallen. Es braucht einfach seine Zeit, bis dieses Kind zum Erwachsenen heranwächst und es muss stetig reifen und Erfahrungen sammeln, um standhaft durch das Leben gehen zu können. Dieses Kind begleite ich nun schon seit einem Jahr und ich habe versucht ein guter Papa zu sein, um dem Kind alle Türen offen zu halten.

Halloween zum Beispiel war so ein Termin, den ich wirklich verdrängt habe, da es hier auf Biegen und Brechen um eine Produktion ging. Da war einfach kein Spirit für mich drin und auch der Termin am Goldeck wurde von Anfang an erschwert durch einen Personalwechsel bei den Bergbahnen und einer schlechten Verdealung mit der Gastronomie vor Ort. An derselben Problematik ist übrigens das Projekt Family Playground gescheitert da wir für die Leute gut genug sind ein Event zu bewerben, ein Programm auf die Beine zu stellen, wofür wir mit unserem Namen stehen. Am Ende will aber keiner der Wirte einen gerechtfertigten Betrag abgeben, durch den wir uns lediglich finanzieren. Zu Deutsch wir haben die ganze Arbeit und Ihr freut euch das etwas passiert. Am Ende sind es die falschen Leute, die mit den Eurozeichen in den Augen, die uns alle abkassieren. Nein Danke! …darauf hab ich echt keinen Bock.

Für mich waren die großen Erfolge jene Termine, bei denen ich unabhängig war. Das Charity Punschen, der Termin im Park der sich über freiwillige Spenden finanziert hat oder zuletzt die dritte Auflage von Techno im Keller. Dass beim zweiten Keller zum Beispiel das Mineralwasser komplett überteuert war, ist auch auf den Mist eines Kooperationsfehlgriffes zurückzuführen. Der Person kann es ja egal sein, ob beim nächsten Termin noch Leute kommen oder nicht. Mir ist es aber nicht egal und genau deshalb werde ich in Zukunft nur mehr Dinge machen, die ich zu 100% mit meinem Namen unterschreiben kann! In Kärnten etwas auf die Beine zu stellen ist keine Leichtigkeit und sollte man nicht das Pech haben an vorher beschriebene Personen zu geraten dann ist es halt ein Touristiker, der einem das Leben schwer macht. Feiernde Menschen, die weder einen Mülleimer umschmeißen oder es nötig haben einen auf Karate Kit zu machen sind ja so eine Zumutung für die Region. O.K. das Thema hatten wir ja schon und ich spar mir jetzt weitere Kommentare dazu, weil sonst kommt da wieder eine ganze Menge Wut in mir hoch.

So und jetzt stehen wir da. Zwei Tage vor dem Haupttermin und wir starten wieder bei null durch den Standortwechsel. Ich hab ehrlich gesagt schon wieder Schiss vor irgendwelchen Nachbarn, die uns auch diesen Standort streitig machen werden. Positiv denken Kristof… #wooozaaaaah! Überwiegt jetzt doch die Freude oder die Angst. Ich weiß es nicht! Es hat zum Beispiel seinen guten Grund, warum wir die Afterparty heuer auslassen und Euch ins G2 schicken. Zum Ersten wären die Eintrittskosten bei einer Doppelproduktion zu hoch gewesen und zum zweiten muss ich das ganze Thema etwas ruhiger angehen um das Risiko zu minimieren. Ich will den See nicht komplett verlieren, denn außer Dellach, Pesenthein & dem Spittaler Strandbad haben wir nicht mehr so viele Alternativen. Ich bitte Euch von Herzen um euer Verständnis dafür, dass Techno am See um Punkt 22:00 Uhr endet. Was danach geschieht hat somit nicht mehr die Priorität wie im letzten Jahr, denn mir geht es um das Strandbad und was dort passiert. Ziel ist es eine Sperrstundenverlängerung zu erreichen und das können wir nur schaffen, indem ihr das Ganze mit eurer Anwesenheit unterstützt. Ich baue auf Euch. Es ist nicht selbstverständlich dass uns die Gemeinden und deren Vertreter machen lassen. Respekt muss man sich verdienen und ich bin wirklich optimistisch dass wir die gesteckten Ziele auch erreichen können.

So jetzt ist es doch die Freude auf Samstag, die überwiegt. Vielleicht liegt es an der Sonne, die endlich wieder vom Himmel lacht! Solltet ihr nach Techno am See immer noch Bock auf Feiern haben, dann sehen wir uns im G2! Danny und ich werden dort neben DJ G-Dugz zu finden sein und uns musikalisch an das Publikum anpassen. Sollten Leute enttäuscht darüber sein, dass wir nach dem Open Air nicht mehr so stark aufgestellt sind wie im letzten Jahr, dann empfehle ich dir, lieber gleich zu Hause zu bleiben. Der Haupttermin findet ab 14:00 Uhr in Millstatt statt und hier werden wir alle gemeinsam einen wirklich feinen Tag erleben…

Love, Peace & Respect!
Kristof…

Der Link zum Facebook Event: http://facebook.com/events/232828500391785

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